timeout· plattform Nr. 19 / Dezember 1999

Home

Plattformen

Timeout
Konkret
zum Beispiel

Übrigens

Buchtipp

Ausgehtipp

Trendig

Feedback

Timeout - Auszeit - aussetzen.

Die Zeit steht still. Endlich Zeit, um über den Alltag nachzudenken.

Text von Roland Pöschl

Lieber LeserInnen

Was läuft bei mir in Arbeit und Schule gut, worüber freue ich mich? Was bereitet mir Sorgen, wo genüge ich mir selbst nicht und warum? Wir haben 15, 20, 30 oder mehr Jahre auf dem Buckel. Wie fühlen wir uns dabei? Sind wir immer noch frisch und munter oder längst reif für die Insel (trotz Ferien am Strand!)

Es tut mir gut, ab und zu Bilanz zu ziehen, mir Rechenschaft über die bisherige Lebensgestaltung zu geben. Es ist für mich immer wieder eine Herausforderung, nach vorne zu blicken und neue Horizonte auszumachen. Ich möchte aktiv die Zukunft gestalten und Mut zur Veränderung aufbringen. Das Leben ändert sich - nichts bleibt wie es war. Und das Leben muss nicht immer so bleiben, wie es bis anhin war. Oder anders gesagt; wer "A" sagt muss nicht zwingend auch "B" sagen. Er oder sie kann auch beispielsweise "C", "D" oder "E" sagen. Und was das heisst, was das bedeuten kann, können wir ja selber ausprobieren. Timeout kann heissen, sich auf den Kopf zu stellen und die Welt einmal aus einer ganz anderer Perspektive zu betrachten. Wir sind aufgefordert, zu planen und zu gestalten und die Verantwortung für unser Handeln zu übernehmen.

Auch der Kirche tut bisweilen ein Zwischenhalt, eine Standortbestimmung gut. Womit sprechen wir die Leute an? Wie und worauf bauen wir unsere Gemeinde? Welche Angebote haben sich bewährt, was fördert die Gemeinschaft und was lähmt uns in unseren Beziehungen? Warum bleiben die Leute unseren Veranstaltungen fern - oder warum kommen sie eigentlich? Wie steht es um unsere Träume und Visionen? Haben wir in der Kirche noch eine Sicht, schmieden wir noch Pläne, die über den üblichen Alltag hinausgehen? Wagen wir den Sprung aus dem Gewohnten! Öffnen wir uns dem Neuen, ohne das Bewährte zu vernachlässigen! Bei all unserem Tun, bei all unseren Entscheidungen dürfen wir an Gottes Zusage festhalten, heisst es doch in Matthäus 28,20: "Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende".

© 1970 by jkzb

http://www.jkzb.ch, info@jkzb.ch, 01-Jan-1970